Aktuelle Informationen aus Weiler

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Dienststunden ausgesetzt

Bitte anhand dieses Dokumentes informieren, wie eine Kontaktaufnahme möglich ist.

Gemeinde holt Weihnachtsbäume am 15. Januar ab

Um vielen wohlgemeinten Anregungen und Fragen zur Entsorgung der ausgedienten
Weihnachtsbäume einen ordentlichen Rahmen zu geben, wird die Gemeinde erstmals diesen Service für die Bürger anbieten. Die Bäume – frei von Weihnachtsschmuck und Lametta – werden am Samstag, den 15. Januar ab 9. 00 Uhr abgeholt. Sie sollen am Straßenrand abgelegt werden. Wer seinen Baum vorzeitig entsorgen will, dem wird die Möglichkeit angeboten, diesen in dem markierten Abladeplatzt auf dem Weg vor der Rhein-Nahe-Halle abzulegen. Mit 3 motorisierten Teams werden die Abholarbeiten gestemmt, wobei die Freiwillige Feuerwehr die Sache ebenso unterstützt wie örtliche Vereine und Gruppen. Und wer aus der Bevölkerung noch Lust und Laune
zum Mithelfen verspürt, kann sich beim Beigeordneten Werner Bappert ( Tel. 01515 945 7226 ) bis Freitag, den 14.1. um 14 Uhr kurz anmelden. Gemeinsamer Treff der Akteure ist um 8.50 Uhr auf dem Dorfplatz. Die Bäume werden auf der Freifläche vor der Halle angefahren, dann geschreddert und damit dem Naturkreislauf wieder zugeführt.
Nach getaner Arbeit lädt der Ortsbürgermeister zu einem zünftigen Umtrunk und Imbiss ein.

Bürgerbrief 2021/2022

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Weiler,

das Weihnachtsfest steht vor der Tür und es wird anders, als es sich die meisten von uns vorgestellt haben. Mit Sicherheit hat es niemand so erwartet, die lange und harte Zeit, die uns bis zur Jahresmitte viele persönliche Freiheiten nahm, soziale Kontakte unterbunden hat, Stress in vielen Familien machte und gerade in der Jugend Frust aufkommen ließ. Der Egoismus und der zunehmende Populismus gehen einher mit einer tiefen Gesellschaftsspaltung, die selbst unsere freiheitlich demokratische Grundordnung in Frage stellt.  Der Fernsehmoderator Franz Alt hat treffend festgestellt „Mit dem Frieden ist es wie mit Freiheit: So wie Freiheit immer auch die Freiheit des anderen ist, so ist Frieden immer auch der Frieden des anderen“.

Und daneben darf man auch nicht die persönliche Angst vieler Menschen vor dem Virus ausblenden, besonders in den Risikogruppen und bei vielen älteren Menschen. Auch unsere kleine Welt in Weiler ist ins Wanken geraten. Es ist eine sehr schwierige Zeit für uns alle. Wir müssen uns gerade jetzt auf das besinnen, was wirklich wichtig ist – Gesundheit und gegenseitige Fürsorge für unsere Nächsten und die Schwachen in der Gesellschaft sowie Respekt und Achtung des Anderen. Wir erleben viel Solidarität und menschliche Nähe trotz des einzuhaltenden Mindestabstands.  Lasst uns dieses Miteinander, diese Menschlichkeit und diese Wärme beibehalten.

Dabei haben wir auch die Menschen nicht vergessen, die unter besonderen Umständen leben müssen, auch in unserem Land, wie beispielsweise die Flutopfer im Ahrtal.  Ich denke an die großartige Initiative der Malteser in Weiler für diese Menschen in Not, die bei uns eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst hat. Die Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Die Pandemie allein verlangt im Augenblick  allen sehr viel ab! Das Ehrenamt aber ist für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft unverzichtbar und gerade in diesen schweren Zeiten von herausragender Bedeutung. Darauf bin ich stolz und überaus dankbar all den Menschen, die sich tagtäglich bemühen, die Covid-Situation in den Griff zu bekommen und dabei an und über ihre Grenzen hinaus gehen, auch hier in unserem kleinen Dorf.

Doch richten wir den Blick nicht nur zurück, es gibt auch viel Zuversicht, mit der wir ins neue Jahr gehen können. Dank der Forscher in Mainz hat das Impfen bei uns Fahrt aufgenommen. Es erscheint möglich, dass im nächsten Jahr jeder, der möchte, seine Impfdosis ein- zwei- oder dreifach erhalten kann. Erst danach wird die Pandemie auch nicht mehr bestimmendes Tagesgespräch sein und wir  können uns endlich wieder anderen großen Themen zuwenden, die jüngst zu kurz kamen. All diese Erkenntnisse nehmen wir mit aus diesem Jahr – und wichtiger noch: Sie geben Anlass zur berechtigten Hoffnung, dass das Jahr 2022 ein viel Besseres wird. Und genau das wünsche ich uns allen!

 

Viele Themen angepackt  – manches bereits vollendet

Der Lockdown hat unseren Fleiß nicht bremsen können und so wurde einiges, was noch vor einem Jahr auf der Wunschliste stand, bereits erledigt. Wir listen dies stichwortartig auf:

  • Nach dem Spatenstich im April haben wir für unsere neue Kita nach nur 7 Monaten Richtfest Das ist schon bei einem solchen Bauumfang eine tolle Leistung. Wir bewegen uns auch voll und ganz im Zeitplan, der die Fertigstellung in 12 Monaten prognostiziert. Der Kostenrahmen ist bis dato eingehalten. Sorgen machen gleichwohl Lieferantenprobleme, die gerade in der Ausbauphase nicht einschätzbar sind.
  • Die Umstellung der Ortsbeleuchtung und der Flutlichtanlage am Sportplatz auf LED hat uns Zeit und Nerven gekostet, weil die Zulieferer Probleme hatten, dazu kamen noch technische Unzulänglichkeiten in unseren Schaltschränken. Nachbesserungen und Mängelbeseitigungen werden uns noch einige Tage im neuen Jahr begleiten. Trotz aller Probleme ist dies unser wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
  • Die Grundsanierung zweier Spielplätze war für 2021 geplant und wurde im November fertiggestellt. Ein weiterer, neuer Spielplatz soll im nächsten Jahr entstehen.
  • Im Frühjahr geplant, in den ersten Dezembertagen vollendet. Zehn Hunde-Toiletten sollen einen wichtigen Beitrag leisten für ein sauberes Umfeld im Dorf und Ortsrandbereich. Das kommt den Spaziergängern, Radfahrern und Walkern, Kinderwagen, aber auch Rollator-Nutzern zu Gute.
  • Unser neuer Traktor rollt, wenn auch noch einige Zusatzgeräte erst Anfang Januar zur Auslieferung kommen. Im Plan stand die Anschaffung nicht; dennoch konnten wir ein fabrikneues Fahrzeug mit modernster Technik ausgestattet, hydraulisch und elektronisch für auf vielfältige Herausforderungen eingerichtet, anschaffen.
  • Unser Friedhof wurde im Bereich der Urnenfelder geordnet, kleine Restarbeiten werden im Frühjahr abgeschlossen. Der Gestaltungsplan für den Platz vor der Friedhofshalle wurde im Ausschuss bereits verabschiedet. Auch hier werden die Arbeiten zeitnah beginnen. Nach einem größeren Versicherungsfall an der Umzäunung haben wir einen komplett neuen Zaun entlang der Nordseite errichtet. Die Bepflanzung im Frühjahr wird diese Maßnahme abrunden. Auch die Grabfelder-Gestaltung steht auf dem Plan .
  • Zu den Baugebieten: Seit 2017 beschäftigt uns das Gewerbegebiet „Duhlwiesen“. Bestehende rechtliche Hürden müssen hier sauber abgearbeitet werden. An der Rhein-Nahe-Halle konnten wir für einen neuen Markt und Dienstleister Gelände erwerben. Im Plangebiet „Ober dem Hof“ stellt sich der Grunderwerb langwieriger dar. Hier hat uns Corona Zeitverzug beschert. Wir hoffen dies aufholen zu können.
  • Der Umgang mit der Natur in Feld und Wald macht uns immer größere Sorgen: Gartenabfälle, Siedlungsmüll und schließlich Müllkippe. In dieser Stufenleiter bewegen wir uns, und der Bauhof hat alle Hände voll zu tun. Es wurden schon einige Umweltsünder namhaft gemacht, denen sich die Abfallbehörde annimmt.
  • Unsere Partnerschaft mit Sona lebt. Unser Beauftragter ist dabei, im neuen Jahr gleich 3 Reisen nach Sona und Lugagnano zu planen, denn närrische Jubiläen stehen an, Konzertreise und 20 Jahre kommunale Partnerschaft.
  • Auch Weiler plant seine Feste für 2022. Wir lassen uns durch die Pandemie allenfalls etwas ausbremsen. Das belegt unser Veranstaltungskalender 2022, der in diesen Tagen verteilt wird. Weiler lebt in seinen Vereinen, Organisationen, Gruppen und Verbänden.
  • Seit Mitte des Jahres ist unser Internetauftritt neu gestaltet. Das war ein Berg von Arbeit, die uns dauerhaft beschäftigt. Viele Neuigkeiten stellen wir dort gerne ein, auch alle Änderungen im Veranstaltungskalender, wenn sie uns nur rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Nur in Stichworten konnten wir die Fülle unserer Arbeit ansprechen. Dennoch liegt uns eines am Herzen, die Debatten zu versachlichen, Durchatmen und Emotionen herausnehmen. Demokratie muss streitbar, aber bei Allem nicht verletzend und fair bleiben.

Den Jahreswechsel nehmen wir zum Anlass um „Danke“ zu sagen:

  • allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf karitativem, sportlichem und kulturellem Gebiet in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen beruflich oder ehrenamtlich engagieren und damit die dörfliche Gemeinschaft stärken,
  • allen Mitgliedern gemeindlicher Gremien, die gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten, besonders unseren beiden Beigeordneten Rainer Kropp und Werner Bappert, die ein riesiges Pensum  bewältigen mussten.
  • an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Rathaus, Bauhof und Halle.

Gemeinsam wollen wir das Geschaffene erhalten, neue Dinge angehen und die geplanten Ziele und Vorhaben umsetzen. Denn in unserer Gemeinde kann man gut leben, in unserer Gemeinde kann man sich wohlfühlen.

Das haben auch 101 neue Einwohner erkannt, die seit Beginn  des letzten Jahres nach Weiler gezogen sind. Ihnen gilt unser besonderer Willkommensgruß.

Die Beigeordneten und ich wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern von Herzen besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, mit ganz viel Gesundheit, Glück und Gottes Segen,

Ihr Ortsbürgermeister
Adam Schmitt

Schlagkräftiger Bauhof mit neuem Traktor

Neuer Traktor für den Bauhof

Mit der Anschaffung eines neuen Traktors wurde die Schlagkraft und Leistungsstärke des gemeindlichen Bauhofes weiter erhöht. Erstmals in der Geschichte der Gemeinde hat man sich für ein fabrikneues Fahrzeug entschieden, weil man die immer wieder einsetzenden Reparatur-  und Unterhaltungskosten nicht mehr haushaltstechnisch darstellen und auch verantworten konnte.
Das neue Fahrzeug ist mit modernster Technik ausgestattet, hydraulisch und elektronisch auf vielfältige Herausforderungen eingerichtet. Dazu kam ein 3-Seiten-Kipper Anhänger mit höherem Ladebord. Die Auslieferung konnte nach langen Lieferverzögerungen bei der Ausstattung gerade noch vor dem Nikolaustag erfolgen. Ein Geschenk an die Gemeinde, bei der sich alle Gemeindebedienstete und die Verwaltungsspitze gleichermaßen freuen durften ( unser Bild ). Doch damit nicht genug. In wenigen Tagen kommt ein neues Schneeräumschild und wieder einige Tage später ein neuer Streuer zur Sicherung des Winterdienstes hinzu. Mit dabei sind auch ein Mulcher und ein Böschungsmulcher mit Schwenkarm für die Unterhaltung der Flutgräben in der Gemarkung. Im Frühjahr soll dann eine Kehrmaschine die Ausstattung des multifunktionalen Traktors abrunden. Weiler geht, so der Ortsbürgermeister, auch in seinem Bauhof den Weg in eine gute Zukunft.

Hundetoiletten ausgebracht

Hundetoiletten in Weiler

Eine Jahrzehntelanges Diskussionsthema ist gelöst: Vor wenigen
Tagen sind Hundetoiletten im Orts- und Ortsrandbereich aufgestellt worden.
Insgesamt 10 dieser Einrichtungen wurden angeschafft, nachdem im März die Voraussetzungen im Haushalt geschaffen waren. Nach der Angebotesichtung und der Bestellung ließ die Auslieferung dann allerdings Monate auf sich warten, sehr zum Unmut der Verwaltung, weil es beim Hersteller eines Nischenproduktes Zuliefererprobleme gab. Die Ausbringung dieser wichtigen Einrichtungen war insoweit leicht, weil der Aufstellplan seit Spätsommer zur Umsetzung bereitlag.
Eine Abfrage in der Einwohnerschaft nach sinnvollen und wünschenswerten Stellplätzen ergab in weiten Teilen Übereinstimmung, dennoch kamen weitere gute und neue Vorschläge hinzu, die in den endgültigen Aufstellplan einflossen.
Von dieser neuen Einrichtung wurde sehr schnell Gebrauch gemacht, wie die Tütenspender belegen. Jetzt ist die Erwartung groß, dass es im Ort und der Flur etwas sauberer und für Spaziergänger, Kinderwagen- und Rollatoren-Nutzer beschwerdefreier wird. Dann hätte sich die Investition schon bald gelohnt. Und weil die Nachbargemeinde Waldalgesheim das gleiche Toilettensystem benutzt hat man sich gleich interkommunal verständigt, die Beschaffung der Tüten und Entsorgungsbeutel gemeinsam zu bewerkstelligen, was einen kostengünstigeren Einkauf eröffnet, wovon dann beide Kommunen profitieren.

Rückblick 2020 und Jahresausblick 2021

Liebe Weilerer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Vor einem Jahr haben wir Weihnachtsgrüße und gute Wünsche zum Jahreswechsel ausgetauscht. Seitdem ist unsere Welt im Großen und Kleinen richtig „aus den Fugen geraten“ oder „ins Wanken gekommen“. Corona hat so ziemlich alles, was uns bisher vertraut und gewohnt war, durcheinandergebracht. Planungen, Vorhaben blieben auf der Strecke. In der ersten Pandemiewelle wurden Schulen und Kindergärten geschlossen, fast alle Veranstaltungen abgesagt, Sportstätten und Spielplätze gesperrt. Gastronomie und Einzelhandelsbetriebe durften nicht öffnen, Kirchen blie-ben verschlossen. Reisewarnungen in nie gekanntem Umfang ließen das Fernweh verkümmern. Deutschland wurde zum Urlaubs-Trostpflaster.

Und dazu der Verzicht auf viele persönliche Freiheiten. Vereinsamung aufgrund fehlender sozialer Kontakte, Stress in den Familien, Frust bei unserer Jugend, Existenzängste bei Selbstständigen, Gewerbetreibenden, Unternehmen, Sorge um Arbeitslosigkeit. Und nicht zuletzt Angst vor dem Virus, besonders in Risikogruppen und bei vielen älteren Mitmenschen.

Als sich im Sommer eine Bewältigung der Krise abzeichnete, schwand die Einsicht. Sorglosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Intoleranz und Arroganz gewannen die Oberhand. Und wir stehen jetzt vor den Scherben unserer gemeinsamen Anstrengungen und vor den Trümmern, die uns Corona-Partys, Maskenverweigerer, Verschwörungstheoretiker und Extremisten, Leute, die gegen Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Sanitäter pöbeln, hinterlassen haben.

Doch wir, die wir aufeinander aufpassen, die Nachbarschaftshilfe leisten, die anderen Menschen, insbesondere Kranken und Alten selbstlos helfen und Verantwortung übernehmen, die sich in Kitas und Schulen selbst in Gefahr bringen, die sich selbst und damit auch andere schützen: Wir sind viel mehr!

Wir sehen, wie die Infektionszahlen rasant ansteigen. Es bewegt uns, wenn Menschen sterben und Firmen in den Ruin getrieben werden.

Viel ist in diesen Wochen von Freiheit die Rede, Meinungsfreiheit, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit. Oder sei es nur die Freiheit, andere einfach treffen zu können. Selbstverständlich ist das alles nicht. Das haben uns die letzten Wochen und Monate gezeigt. Oft meint jeder unter Freiheit etwas anderes. Dabei ist das Wort auf den ersten Blick doch so einfach; das scheint es aber doch nicht zu sein. Viele Dichter und Denker haben über Jahrhunderte sich mit dem Wort befasst, ihm eigene Erklärungen gegeben, oder es zumindest versucht. Eines habe ich aus einer Vielzahl von Wortbeiträgen herausgelesen, was mir einfach sehr treffend schien: Freiheit ohne gegenseitiges Verständnis gibt es nicht, denn die Freiheit ist immer auch die der anderen.

Und diesen Wunsch nach gegenseitigem Verständnis wollen wir Ihnen mit ins neue Jahr geben.

 

Neujahrsempfang muss ausfallen

Leider kann Anfang Januar unser Neujahrsempfang nicht stattfinden. Eine Gelegenheit zur Begegnung, wo sich die Menschen die Hände reichen. Nun gibt es in diesen Corona-Zeiten keinen Handschlag mehr: zu riskant. Eine jahrtausendealte Tradition ist unterbrochen. Händeschütteln wäre fahrlässig. Und gerade das Fehlen dieser kleinen Geste zeigt, was uns verloren geht. Es ist mehr als ein Händedruck. Es wird sich zeigen, ob und wann uns das Leben auf Abstand verändert, uns als Gesellschaft, in unseren Vereinen und Gruppen und uns als Einzelperson. Wenn wir uns die Hand nicht mehr geben dürfen, dann schafft das Sicherheit, zugleich aber auch Distanz. Wo werden wir nach dieser Pandemie stehen? – Keiner wagt eine Prognose.

Wo wir als Gemeinde heute stehen, wollen wir in Stichworten kurz umreißen, denn es ist:

Viel passiert

Trotz Corona-Lockdown wurde Einiges angeschoben, und erste Vorhaben konnten auch schon abgeschlossen werden. Dies alles, trotz gesetzlich eingeschränkter Gremienarbeit. Denn viele Ausschuss-Sitzungen konnten nicht stattfinden, zum einen fehlte es an der erforderlichen „zwingenden“ Notwendigkeit oder Fachleute und Spezialisten kommen zu unseren Themen nicht in die Sitzungen.

Lassen Sie uns einige wichtige Themen stichwortartig ansprechen:

  • Die Hallensanierung ist abgeschlossen mit hohen Zuschüssen aus Bundesprogrammen und nur die elektrische Schließanlage ist noch nicht komplett.
  • Die Planungen für unsere neue Kita gingen trotz „Corona-Gangart“ Die Umweltprobleme im Baugrund sorgten für Verzögerungen und auch Mehrkosten. Die Ausschreibungen werden hoffentlich ohne europaweite Ausschreibungen erfolgen können, denn auch das würde uns viel Zeit sparen. Mit den Bauarbeiten geht es im zeitigen Frühjahr los.
  • Zwei Bushaltestellen-Paare wurden barrierefrei Das sind wir unseren mobilitätseingeschränkten Menschen schuldig und ab 2022 wird es ohnehin Gesetz. Mit 80 Prozent Bezuschussung konnten wir uns dies nicht entgehen lassen.
  • Die gesamte Ortsbeleuchtung wird im kommenden Frühjahr auf LED umgestellt. Das ist unser Beitrag zum Klimaschutz und wir sparen überdies alljährlich Stromkosten in größerem Umfang. Auch für diese Maßnahme erhalten wir 90 % Zuschuss, sodass wir hier keine Ausbaubeiträge erheben. Der Bürger darf sich freuen.
  • Ja, unsere Spielplätze sind nicht top. Wir arbeiten aber daran, nachdem ein Konzept entwickelt wurde, muss der Gemeinderat hierüber entscheiden. Erste Planüberlegungen sind angestoßen. Mittel für die Neuanschaffung von Spielgeräten sind im neuen Haushalt eingestellt. Alles auf einmal, das können wir aber nicht stemmen.
  • Auch einige Ortstraßen sind seit Jahrzehnten nicht im besten Zustand. Einige Ausbaumaßnahmen sind schon lange überfällig. Da sich die Gesetzeslage jetzt ändert und wiederkehrende Beiträge erhoben werden müssen, halten wir uns noch zurück, bis alle Fragen dazu beantwortet sind.
  • Bauplätze für junge Familien wollen wir im Laufe des kommenden Jahres anbieten. Die große Nachfrage macht Mut und gibt Antrieb.
  • Der Umgang mit unserer Natur bereitet uns Sorge. Im Ortsbereich, in Feld und Wald treffen wir immer wieder auf kleine Abfallplätze. An unseren Rast- und Sitzplätzen wird Müll entsorgt. Es beschämt einen Ortsbürgermeister, wenn er dies von Touristen, Spaziergängern und Besuchern immer wieder hören muss. Hier erbitten wir Ihr aufmerksames Auge.
  • Der Friedhof erfährt durch den Wandel der Beerdigungskultur Veränderungen, nicht erst seit kurzem. Wir müssen uns dem stellen. Allerdings haben wir mit unserer Friedhofsordnung bewährte Verhaltensregeln, an die sich viele nicht halten oder halten wollen. Hier werden wir ansetzen müssen, sei es bei Grabpflege oder -gestaltung.
  • Unser Dorf ist offenbar Anziehungspunkt für seltene Tierchen, wie Haselmaus oder jüngst Zauneidechsen. Das geschieht zumeist dann, wenn man Felder sich selbst überlässt, Ausgleichsflächen verwuchern oder aus der Pflege nimmt. Hier schaffen wir uns Probleme und vor allem unnötige Kosten. Jüngstes Beispiel: auf einem Gewerbebauplatz der Gemeinde wurden streng geschützte Tierchen entdeckt, deren Umsiedlung zwingend nötig ist, um die Flächen zu vermarkten. Das kostet uns gutes Geld.
  • Ein Übel für Spaziergänger, Kinderwagen und spielende Kinder sind die Vielzahl von Hundehäufchen im gesamten Ortsbereich und der ganzen Gemarkung. Bei mehr als 160 allein in Weiler gemeldeten Tieren kommt schon etwas zusammen.  Deshalb wollen wir im kommenden Jahr Hundetoiletten und Hundekotbeutel anbieten. Wir sind überzeugt, damit die Zahl der „Tretminen“ spürbar reduzieren zu können. Es sollen diese Einrichtungen errichtet werden, die aus gemeindlichen Einnahmen und einer Co-Finanzierung aus der Hundesteuer angeschafft werden.
  • Im März sind Landtagswahlen. Aus Corona-Gründen, aber auch für unsere mobilitätseingeschränkten Bürger haben wir zwei Wahlbezirke aus den bisher beengten Verhältnissen in die Rhein-Nahe-Halle verlegt.
  • Mit Adi Cesaro, Beauftragter für Partnerschaft, erfährt diese neue Impulse.

    Das waren in Stichworten einige Informationen zu dem, was gerade aktuell ist. Mehr erfahren Sie in unseren Bürger- und Einwohnerversammlungen im Laufe des Jahres, oder besuchen Sie doch einmal eine Gemeinderatsitzung.

     

     

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    die Hektik der Vorweihnachtszeit legt sich, hierzu trägt auch der angeordnete Lockdown bei. Vielleicht haben wir dadurch auch wieder ein Ohr für die alte und doch aktuelle Botschaft der Weihnacht. Es ist die Zeit für die wahren Werte des Lebens, Zeit, die wir mit unseren Lieben verbringen können.

     Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel möchten wir zum Anlass nehmen, um „Danke“ zu sagen.

    • Danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf karitativem, sportlichem und kulturellem Gebiet in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen beruflich oder ehrenamtlich, engagiert haben und damit die dörfliche Gemeinschaft stärken.
    • Danke an die Mitglieder des Gemeinderates und der Ausschüsse für die gute Zusammenarbeit, besonders an unseren Beigeordneten Werner Bappert, der ein riesiges Pensum bewältigen
    • Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus und dem Bauhof.

    Lassen Sie uns auch weiterhin gemeinsam das Geschaffene erhalten, neue Dinge angehen und die geplanten Ziele und Vorhaben umsetzen. Denn in unserer Gemeinde kann man gut leben, in unserer Gemeinde kann man sich wohlfühlen.

    Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern von Herzen besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, vor allem viel Gesundheit, Glück und Gottes Segen.

    Ihr Ortsbürgermeister
    Adam J.Schmitt