Mit dem dritten Adventssonntag rückt Weihnachten spürbar näher. In Weiler wird diese besondere Zeit nicht nur durch Lichter und Lieder geprägt, sondern vor allem durch einen Klang, der seit Jahrhunderten zum Ort gehört: das Geläut der Kirchenglocken. Ihr Ruf ist Teil des Alltags und doch gewinnt er im Advent eine eigene Tiefe. Er lädt ein zur Besinnung, kündet von kommenden Festtagen und verbindet Generationen. Ein Blick in die Geschichte unserer Kirchenglocken zeigt, warum ihr Klang bis heute so eng mit der Weihnachtszeit in Weiler verbunden ist.

 

In der Vorweihnachtszeit steht die Pfarrkirche im Zentrum des Ortsgeschehens.

Wie selbstverständlich klingen mehrmals am Tag die Glocken im Kirchturm und insbesondere vor den Heiligen Messen. An keinem Tag ist die Kirche so voll wie an Weihnachten, wenn die Glocken auch im gemeinschaftlich gesungenen Lied nie süßer klingen als zur Weihnachtszeit.

Die Glocken in unserm Kirchturm haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Zunächst wurden die Bronzeglocken aus dem Vorgängerkirchlein eingebaut, eine davon aus dem Jahre 1471. 1901 wurden drei neue Bronzeglocken mit den Schlagtönen „e“, „g“ und „a“ angeschafft. Leider mussten 1917 die zwei größeren zu Kriegszwecken abgegeben werde. Aber bereits 1919 machte man sich daran, drei neue zu beschaffen, wozu die kleine Bronzeglocke in Zahlung gegeben wurde. Auf dem Bild ist noch das Gussjahr 1919 zu erkennen.

Wir werden uns auch an Weihnachten wieder am Glockengeläut in der Tonfolge des sehr bekannten gregorianischen Messgesanges erfreuen: Per omnia Saecula Saeculorum. R. Amen.

Kirche St. Maria Magdalena - Kirchenglocken

Quelle

Heinz-Josef Bell, Heimatnachrichten Heft 55, 2019, Foto Siegbert Habermann

Aufgearbeitet von Erwin Owtscharenko